2018-05-02 3 Minuten

Hacker werden: ein Erfahrungsbericht #roadto1337

Noch ist alles cool, interessant, und nicht frustrierend. Noch.

Die letzten Tage könnten klischeehafter nicht sein:

verkrochen in einem Zimmer, kaum persönlicher Kontakt. Kein Licht (natürlich), und mehr als einmal vergessen, dass mein Körper eigentlich auch Nahrung braucht.

Die neue Staffel Game of Thrones ist schon geil.

Spaß.

Ich habe mich zurückgezogen, um meinen nächstes großes Ding zu beginnen: meine OSCP (offensive security certified professional) Zertifizierung.

Und ich kann nur sagen:

Woah. Der shit is real.

Aktuell stehe ich bei 200 von 400 durchgearbeiteten Seiten. Und das sind erstmal nur die Basics der Basics.

Hier ein persönlicher Erfahrungsbericht meiner “road to 1337”, was ich bisher lernen durfte.

1337 kommt aus dem Hacking/Gaming-Jargon und bedeutet so viel wie “Elite”. Jetzt wisst ihr, warum ich mich jeden Tag um 13 Uhr 37 freue.

1. Ich weiß, dass ich nichts weiß

Nachdem ich die HTL mit Auszeichnung (#humblebrag) abgeschlossen hatte, fühlte ich mich wie ein König. Danach kam die sprichwörtliche Watsche ins Gesicht:

In “der echten Welt” läuft es dann doch anders.

Diesen Fehler habe ich diesmal nicht gemacht: the ego is the enemy, wie es hin und wieder heißt.

Trotzdem kam die Erkenntnis: das Thema ist noch riesiger als erwartet.

Auf der anderen Seite:

2. Irgendwie ist hacken wie ein Computerspiel

Also vom Feeling her.

  • Man wird jedes Mal in eine völlig neue Situation geworfen und muss sich erstmal zurecht finden.
  • In Assassins Creed hab ich immer zuerst versucht, die gesamte Weltkarte aufzudecken und alle Nebenaufgaben zu erfüllen. Turm für Turm habe ich erklommen, um ein Gesamtbild zu erhalten. Ich glaube dieser Tick wird hier noch sehr hilfreich sein.
    Beim Hacken ist es nämlich ähnlich. Zuerst wird ausgekundschaftet: Welche Rechner gibt es hier? Was läuft auf denen? Was sind die tiefhängenden Früchte?
  • Es gibt Rechner, die sind wie Endgegner. In Rezensionen zu dieser Zertifizierung habe ich von einem Server namens Sufferance (“Duldung”) gelesen, der extrem schwer zu knacken ist. Vor dem habe ich Angst, muss ich zugeben.

3. Es ist ein richtig gutes Gefühl, auf einem Rechner Administratorrechte zu kriegen

Bis jetzt habe ich genau einen (1) Exploit (ein “Angriff”, mit dem man auf einem anderen PC Admin wird) selbst programmiert und durchgeführt.

Und selbst da war noch wenig Leistung meinerseits dabei – alles nach Lehrbuch.

Dennoch:

Der Adrenalinschub, wenn man Vollzugriff auf einen Computer hat, der nicht der eigene ist. Unbeschreiblich.

Wenn das mal nicht in einem Gottkomplex endet. 😅

4. Hacken ist wie das Leben selbst

Natürlich ist die Idealsituation immer, alle Informationen zu haben, und auf deren Basis entscheiden zu können.

Nur:

Das spielt’s nicht. Nicht immer.

Lieber lernen, mit unvollständigen Informationen gute Entscheidungen zu treffen, als ewig auf den “jetzt bin ich wirklich bereit”-Moment zu warten.

So – bevor es jetzt zu deep wird:

Fazit

Noch kann ich groß reden, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das ist nur die Ruhe vor dem Sturm.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich einen “WTF ich habe gerade 80 Stunden meines Lebens verschwendet, um einen Rechner zu hacken”-Blogpost schreibe. Weil dass er kommen wird, steht außer Frage.

Ich verschwinde dann mal wieder in der Versenkung. See you on the other side.

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