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2019-01-10 7 Minuten

Das Jahr 2018 am Blog: Google Analytics

Dieser Artikel ist der erste einer 2-teiligen Serie. Den Artikel zum SEO werde ich an dieser Stelle verlinken, sobald er existiert.

Wow. Fast 30.000 echte Besucher (die 5000 die ich gekauft habe schon abgezogen). Das sind 30-mal so viel wie mein Heimatort Einwohner hat. Das sind fast 3 Fußballfelder oder alternativ, 5000 Bananen.

Ich muss zugeben, dieser Blog wurde von einem Leidenschaftsprojekt immer mehr zu einer Gewohnheit. Jeden Donnerstag schreiben, Freitag früh kommt die E-Mail, danach ein bissl Social Media.

Meine Zahlen anzusehen oder an der strategischen Ausrichtung zu arbeiten, dafür blieb nicht wirklich Zeit.

Ganz im Sinne der Neujahrs-Motivation ist es also Zeit für mich, mal zu checken, was denn so im Jahr 2018 auf diesem Blog passiert ist.

Gehen wir tauchen.

Die Adler-Ansicht

Zuerst stellt sich natürlich die Frage. Gehts bergauf? Stagnieren meine Userzahlen? Hierzu schaue ich mir die Sessions über das gesamte Jahr 2018 an.

Nice:

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich gefreut habe, dass überhaupt jemand meinen Blog (abseits meiner treuen Newsletter-Abonnenten) liest.

Im Moment sind es schon ein paar hundert User, die täglich vorbeischauen. Bei den Peaks sogar bis zu 691 User. Der 5. November, war da irgendein Hack oder so?

Das Hochplateau Mitte Dezember waren übrigens meine gekauften User bzw. Bots. Die werde ich so gut wie möglich in dieser Analyse ignorieren müssen.

Da alle Bots direkte Zugriffe waren, und ich ingesamt nur 6.000 direkte Zugriffe hatte (inkl. der 5.000 Bots), wird der Rest der Analyse einfach “direct“ Traffic ignorieren. Sorry, falls du eine der Personen bist, die direkt auf meinen Blog geht.

Aber genug von Robotern, reden wir über Menschen. Genauer gesagt, Zahlen über Menschen:

User

Absurderweise hat der gekaufte Traffic meine Verweildauer nach unten korrigiert. Die Bots hatten eine Verweildauer von 44 Sekunden – die Menschen sind bei 2 Minuten und 5 Sekunden.

Vergleicht man die Zahlen hier mit meinem ersten Check-Up nach 1 Monat Blog-Existenz, zeigen sich folgende Dinge:

  • Die Verweildauer ist gleich geblieben
  • Die Seitenaufrufe pro Session sind gesunken
  • Viel mehr neue Besucher

Macht alles Sinn irgendwie. 2018 hat diese Webseite angefangen, auf Google gut zu ranken – heißt: viele neue Besucher. Und da ein Besucher von Google meist eine spezifische Frage hat, lässt sich dieser vielleicht nicht so effektiv zum Stöbern konvertieren wie ein treuer Leser – daher die niedrigere Anzahl an Seitenaufrufen pro einzelner Sitzung.

Demografie, Alter, Interessen

Diese Reports habe ich bei mir deaktiviert. Man muss echt nicht alles über jeden wissen.

Location

In meinen SEO-Check-Ups habe ich es schon öfter gesehen: mein Blog rankt im gesamten deutschsprachigen Raum. Auch meine Besucher sind nicht nur aus Österreich:

Aber interessanterweise scrollen Österreicher viel öfter bis ans Ende meiner Artikel: fast 10% Unterschied in meiner Conversion Rate. Das sagt mir jetzt nicht wirklich irgendetwas, ist aber irgendwie witzig.

Devices

Wie wir alle zweifelsohne 3 Mal pro Woche auf LinkeIn oder in Wirtschafts-News lesen: Mobile Devices sind die Zukunft. Aber wie spiegelt sich das auf meinem Blog wieder?

Bumm. Über 50% meiner Leser sind am Smartphone unterwegs. Aber wirklich gelesen wird trotzdem noch am Desktop oder Tablet. Das deckt sich mit den Erfahrungen aus meiner Praxis: Personen am Handy sind wahrscheinlich gerade unterwegs, am Tablet oder Desktop wird noch eher aktiv konsumiert.

Dennoch: die Aufmerksamkeit von einer Person am Smartphone durchschnittlich 1 Minute 47 halten zu können, da klopfe ich mir selber schon ein wenig auf die Schulter.

Woher kommen die Besucher?

Wer mich schon länger liest, weiß: ich habe einen Lieblings-Report in Google Analytics (Nerd much?). Und zwar den “Traffic Sources”-Report.

Kurz nach meinem Launch habe ich mich über solide 61 User von Google gefreut. 1 Jahr später sehen die Zahlen anders aus:

Sehen wir uns die einzelnen Kanäle genauer an

  • Suchmaschinen (rot) haben eine geringere Conversionrate als andere Kanäle. Ich mein, 36% oder mehr, da kann ich mich echt nicht beschweren. Aber natürlich ist klar, dass meine Artikel wohl nicht jeden Besucher von Google und Co zufriedenstellen können.
  • Newsletter (grün): Hier sind meine wiederkehrenden Besucher zu Hause. Die Praxis, jede Woche einen Newsletter auszuschicken, macht sich bezahlt: die zweitgrößte Traffic-Gruppe nach Google. Danke dafür!
  • Social Media (blau): Mein stärkster Social-Media Kanal ist wohl immer noch Facebook. Überraschung für mich hier: Twitter (t.co). Da war ich eigentlich das gesamte Jahr inaktiv, dennoch ist der Kanal gleich stark wie LinkedIn (1 Post wöchentlich). Hier werden meine Artikel auch sehr oft wirklich gelesen.

Sehr zufrieden bin ich hier mit der Entwicklung des organischen Traffics (no shit). Mehr User, und eine sehr solide Verweildauer. Bestätigt mich in meiner Ansicht, dass SEO einer der besten Kanäle ist, in den man Zeit investieren kann. Vor Allem beim organischen Traffic kratzt diese Analyse aber an der Oberfläche.

Was wird gelesen?

Zahlen jonglieren ist ja schön und gut. Um jedoch herauszufinden, welche Themen besonders gut ankommen, muss ich mir meine Inhalte ansehen.

Hier trifft das 80-20 Prinzip ganz hart. Nur wenige Artikel generieren den Großteil meines Traffics. Der Rest bleibt größtenteils unbeachtet.

Hier ist natürlich Vorsicht geboten. Dadurch, dass Google einen so großen Teil meines Traffics ausmacht, kann hier ein Artikel, der sehr gut rankt, die gesamte Statistik verzerren.

Dass ich mit dem “was tun, wenn man gehackt wurde”-Artikel einen Volltreffer gelandet habe, war mir schnell klar. Aus diesem Grund habe ich diesen Artikel sogar noch einmal überarbeitet, um ihn noch besser auf Google zu platzieren.

Die Verweildauern auf den einzelnen Artikeln kommen mir aber schon ein wenig komisch vor. 38 Minuten mit meinem Darknet-Artikel verbringen? Strange.

Insgesamt kann ich aber sagen:

  • Ich bin sehr zufrieden mit dem Hacking-Artikel. So einen Guide hat es anscheinend noch nicht gegeben, und der Bedarf ist da.
  • Der Artikel 11 / Artikel 13 Blogpost war auch ein interessantes Learning: hier war ich schnell genug ein Thema aufzugreifen, bevor es in den Massenmedien angekommen ist.
  • Ich darf hier nicht dem Anker-Effekt zum Opfer zu fallen: nur weil ein Artikel 14.000 Besucher hat, heißt nicht, dass 300 Besucher auf einem anderen Artikel mir im Endeffekt nicht viel mehr bringen könnten.

Fazit

Mein “ich schreibe einfach, was mich interessiert”-Ansatz scheint auch im Jahr 2018 ziemlich gut funktioniert zu haben. Mit 4.000 bis 6.000 monatlichen Usern bin ich für einen Tech-Blog denke ich schon ziemlich gut dabei.

Generell fällt es mir schwer, mich mit irgendeinem anderen Blog zu vergleichen. Da gibt es zwar den richtig geilen Blog von Christian Haschek, der aber schon sehr weit ins Technische geht. Laut SimilarWeb steht der bei in etwa 5.000 Besuchern. Aber meh, Äpfel und Birnen.

Auf Basis dieser Daten (und der SEO-Analyse) habe ich mir für 2019 ein paar Dinge vorgenommen:

  • eine Kategorie “Mindset” erschaffen und austesten, wie diese ankommt. Hier vermute ich, dass ich ein wenig mehr Aktivität in den sozialen Medien generieren kann. Im SEO lege ich mich hier aber mit hunderten Self-Help Gurus an.
  • Die Kategorie “Social Media” kübeln. Erstens bin ich kein wirklicher Fan mehr, zweitens war die sowieso eher leer.
  • Mehr Long-Form Artikel. Das habe ich mir für 2018 auch schon vorgenommen, und nur bedingt geschafft. Dieser Blog läuft immer noch nebenbei, und mein tägliches Business hat immer wieder mal negativen Einfluss auf die Zeit, die ich pro Artikel aufwenden kann.
  • Aktiver ans SEO herangehen. Dies werde ich zwar nicht auf meinem Blog, sondern auf meiner Unternehmensseite versuchen. Bin gespannt, was da rauskommt.

Aber genug von mir: Gibt es etwas, was du auf diesem Blog vermisst? Hast du Feedback? Auf was soll ich mich konzentrieren? Welche Themen fallen dir ein? Kommentiere unten!

2 Kommentare

  1. Zur Verweildauer: Ich lese (nicht nur) deine Blogbeiträge nie auf einen Sitz, meistens kommt irgendwas dazwischen. Bei mir zumindest sind die 20+ Minuten realistisch 😉
    Coole Analyse – danke, dass du deine Daten dafür so bereitstellst. Bekommt man einen super Einblick.

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