2019-12-19 5 Minuten

Die schlimmsten Menschen, denen du im Arbeitsleben begegnen wirst

Solltest du dich in diesen Situationen wieder finden: Sorry, not sorry.

Ich sage es gleich vorweg: Dieser Artikel ist Satire. Jede dieser Situationen ist mehr oder weniger frei erfunden.

Solltest du dich jedoch in einer dieser Schilderungen wiederfinden, sorry not sorry.

Nachdem das nun aus dem Weg geräumt ist, lasst uns beginnen:

Kommunikation, huh?

Es gibt anscheinend nichts schwierigeres als im Arbeitsumfeld richtig zu kommunizieren. Da schließe ich mich selbst nicht einmal aus, ich finde mich selbst in fast allen diesen Beispielen wieder.

Ist es, weil jeder reden kann, und daher glaubt, auch kommunizieren zu können? Scheint mir ein Trugschluss zu sein.

So wie jeder Einzelne von uns unseren Grafikern sagen kann, was wie aussehen muss. Weil wir haben ja schon mal ein Logo gesehen.

Vielleicht wurmt mich dieses Thema auch nur so, weil ich auf der einen Seite Kommunikation eigentlich studiert habe – auf der anderen Seite aber in 0 und 1, in Prozessen und Systemen denke.

Und diese beiden Welten eigentlich wirklich viel voneinander lernen könnten. Weil sich jedoch kein Mensch einen Guide zu Kommunizieren in den Tagen vor Weihnachten durchliest, werde ich mich hier einfach nur aufregen.

Und aufzuregen gibt es viel. Beginnen wir mit der Königsdisziplin.

Um hier nicht full on ad hominem zu gehen, geht es hier um die schlimmsten Gewohnheiten, nicht um die Menschen an sich. Der Titel bleibt aber, bringt sicher gut Klicks.

Sprachnachrichten, um Business zu machen

Nicht falsch verstehen, inzwischen bin ich ein großer Fan von Sprachnachrichten geworden. Es ist quasi persönliche Kommunikation, mit dem Vorteilen, dass sie asynchron ist. Also telefonieren ohne die Nachteile.

Nur bitte, missbrauche Sprachnachrichten nicht für Folgende Dinge:

  • Briefings
  • Statusupdates
  • Anfragen
  • Verhandlungen

In einem Monat wird es einen Moment geben, wo du wissen willst, was ausgemacht war. Oder wann du welches Thema behandelt hast.

Tja, in Sprachnachrichten kann man (noch) nicht suchen.

Aber die Nachteile hören hier nicht auf. Eine strukturierte E-Mail kann ich mehr oder weniger 1 zu 1 in mein Taskmanagement eintragen. Die Sprachnachricht? Halst deinem Gegenüber noch mal ein paar Minuten mehr Arbeit auf. Soll ich sie abtippen? Was wenn ich irgendwas noch einmal hören will? Ich habe nicht notiert, dass du bei 1 Minute 23 übers Projekt redest.

Ab nächstem Jahr werden solche Sprachnachrichten bei mir nur mehr mit einem lapidaren “E-Mail bitte” kommentiert. Vielleicht lässt sich das sogar automatisieren?

Dabei wäre die Lösung relativ einfach:

  1. Mach dir Gedanken, wie du deine Inhalte optimal strukturierst
  2. Bereite sie so auf, dass der gesamte Prozess effizient ist

Diese beiden Schritte sind durchaus schwierig. Nicht an sich, aber in der richtigen Situation daran zu denken. Die nächste Gewohnheit lasse ich mir auch zu Schulden kommen:

Nicht überlegen, was die Situation des Gegenüber ist

Wenn ich 3 Rückfragen brauche bis ich kapiert habe was du willst ist das eine Zeitverschwendung für uns beide. Klar, ich werde dafür bezahlt. Heißt aber nicht, dass du den gesamten E-Mail Thread der letzten Woche (an dem 4 Personen beteiligt waren) weiterleiten kannst, und das dein Briefing ist.

So etwas schmeiße ich dir zurück. Aus Prinzip. Ja, wir haben alle viel zu tun. Ja, so etwas kann man mit einer Werbeagentur vielleicht wirklich machen. Aber sollte man es?

Nein, ich weiß nicht.

 

Es beginnt ja schon im Kleinen: Mir selbst fällt es im Stress oft schwer, mich auf den Wissensstand und die Situation meiner Mitarbeiter einzulassen. Dennoch versuche ich (meistens), mir folgende Fragen zu überlegen:

  • Was ist die aktuelle Situation meines Gegenübers? Was ist der Wissensstand
  • Was braucht die Person, um ihre Aufgabe zu erledigen?
  • Was habe ich versucht? Welche Inputs habe ich, die helfen könnten?
  • Kennt sich die Person aus, wenn ich eine E-Mail mit “for your information” weiterleite, oder braucht sie Kontext?

1 Minute, um 3 Rückfragen einzusparen.

Ich glaube schon, dass viele Personen im Stress sind, wenn sie wie ein Baby kommunizieren, das grob in eine Richtung zeigt und “ATA ATA” ruft. Das kommt mit dem dreifachen Aufwand zurück, wenn die Nachfragen kommen, oder das Ergebnis nicht passt.

Wobei: es geht noch schlimmer.

Verantwortung abgeben via CC

Ich weiß nicht, wo diese Unart herkommt. Vielleicht wurde in der Kindheit jeder Wunsch erfüllt, auch wenn er im Nebenzimmer in den Fernseher gebrüllt wurde.

Ich sitze auch nicht im Kaffeehaus, unterhalte mich mit einer Person und erwarte, dass sich am Nebentisch jemand seine Aufgaben notiert.

Ja, wenn man Mitarbeiter hat muss man delegieren. Und es ist auch die Aufgabe des Projektmanagements, genau so etwas zu bearbeiten.

Aber mit Geschäftspartnern? Zeigt mir nur, wie mein Stellenwert bei dir ist. Anscheinend nicht hoch.

Scheiß Meetingkultur

Das sehe ich zum Glück nicht mehr wirklich in freier Wildbahn, soll hier aber trotzdem erwähnt sein. Es gibt Personen, die ein 10 Minuten Meeting auf eine Stunde aufblasen. Immer.

Wenn es ums Kennenlernen oder Networken geht, sind 10 Minuten natürlich zu wenig. Wenn es um Projekte geht, oft ausreichend.

Irgendetwas in uns lässt uns ein 10-Minuten-Meeting komisch vorkommen. Da ist ja kaum der erste Kaffee getrunken. Warum das so ist? Keine Ahnung. Muss irgendeine soziale Regel sein, das ich nicht verstehe.

Die Realität sieht doch ganz anders aus: Statt 1 Meeting über 1 Stunde, könnte man 6 Meetings über 10 Minuten halten 🤯

Wie du irgendetwas machst, so machst du alles

Zugegeben, der Spruch klingt auf Deutsch nicht so gut. Hier also nochmal in Englisch:

How you do anything, is how you do everything.

Kommunikation ist etwas, das laufend passiert. Der Hebel, wenn wir hier nur ein wenig besser werden, ist riesig.

Wie viele Millionen Stunden wir uns kollektiv zurückholen könnten, wenn wir an unserer Meetingkultur feilen.

Wie viele Millionen E-Mails an Rück- und Nachfragen eingespart werden könnten, wenn sich jeder 1 Minute Zeit nimmt, den Text ans Gegenüber angepasst zu formulieren.

Man darf ja wohl noch träumen.

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