2019-03-28 4 Minuten

Glücksritter #002: Step by Step

Affiliate-Millionen, here I come.

In den letzten Wochen sind mehrere Faktoren zusammengetroffen, die mich dazu bewegt haben, ein kleines Experiment zu starten.

Angefangen hat alles mit Alex28. Er ist einer dieser Affiliate-Marketer, die (vielleicht, ich weiß es nicht genau) passives Einkommen generieren.

Mit ziemlich miesem Content.

Danach hab ich mir Gedanken zur Automatisierung gemacht. Und realisiert, dass ich auf einem der wertvollsten Skills sitze, die man heutzutage haben kann.

Zeit, diesen Skill für ein völlig unnötiges, wahrscheinlich nicht von Erfolg gekröntem, aber sicher lehrreichen Experiment zu verschwenden.

Ich mach mir meine eigene Affiliate Seite!

Und wie beginnt jede gute Webseite? Mit einer Domain.

Die Domain

Wenn man es wirklich ernst meint, könnte man sich natürlich eine Domain kaufen, die früher schon gut gerankt hat. Dafür gibt es sogar mehrere Webseiten, wo man sich diese ersteigern kann:

Ich entscheide mich aber dagegen. Weder kenne ich den Markt für sogenannte Expired Domains, noch möchte ich viel Geld für eine Domain ausgeben, wenn das Experiment sowieso kein professionell durchgeführtes ist.

In einem 5-sekündigen Brainstorming überlege ich mir eine Domain, die ich dann um gemütliche 1,5 Dollar bei Namecheap kaufe.

Da ich nicht will, dass Möchtegern Tech-Blogger (wie ich selbst einer bin) die Page zerlegen, vermeide ich jegliche Zuordnung meines Namen zu dieser Domain. So habe ich hier WhoisGuard aktiviert. Über eine simple whois Abfrage findet man mich schon mal nicht:

Die Webseite

Die Webseite muss auch irgendwo leben. Damit hier auch keinerlei Zuordnung zu anderen Projekten von mir (oder gar Kunden) möglich ist, kauf ich mir ein eigenes Webhosting Paket für dieses Experiment.

Kostenpunkt: 5€ im Monat.

Bis jetzt bin ich also schon mal 6,5€ im Minus mit diesem Projekt. Aber man muss investieren, um Geld zu machen, hat mir mal ein Passives-Einkommen-Guru gesagt.

Auch bei der Webseite selbst scheue ich jegliche Kosten und Mühen.

Ich verwende das Standard-Wordpress Theme, das bei der Installation eh schon dabei ist, und passe nur ein paar Einstellungen an.

Das Geld liegt schließlich nicht in der Programmierung der Webseite, sondern in den Inhalten. Und hier wird es richtig interessant.

Der Inhalt

Unser Alex28 aus Glücksritter #001 hat hier einfach ein paar Standard-Formulierungen erstellt, und Keywords eingefügt.

Das klingt mir nach einem sehr gut automatisierbaren Task – i like. Ich werd das einfach genau so machen.

Noch kümmere ich mich nicht um irgendwelche Affiliate-Dinger. Zuerst gilt die Devise:

So viel unnötigen Content für so viele Keywörter mit so wenig Konkurrenz wie möglich generieren.

Und schauen, was picken bleibt.

Ich schreibe mir ein Programm das Keywörter einliest, und einen Text generiert, den ich direkt auf die Webseite stellen kann.

Ich stell mir das so vor:

Der ultimative Guide zum Affiliate-Marketing. Schritt 4 wird dich REICH machen!

Ich lasse mein Tool mal kurz mit dem Keywort “Fernglas” laufen, und siehe da:

MUHAHAHHAHAHA.

Das einzige Problem ist, dass die Programmbibliothek, die für die Mehrzahl zuständig ist, die Mehrzahl von “Fernglas” nicht kennt.

Aber mit solchen Details muss ich mich wirklich nicht aufhalten. Ich bin am Weg zu den Affiliate-Millionen. Grammatik stört da nur.

Ich habe jetzt einen Weg, innerhalb weniger Minuten tausende Posts anzulegen. Jetzt fehlen eigentlich nur mehr:

Keywörter.

Und weil eine Geschichte mit einem Nemesis immer spannender ist, entscheide ich mich, direkte Konkurrenz zu Alex28 aufzubauen.

Ich exportiere alle Suchanfragen, für die Alex28 irgendein Ranking hat. Das sind laut Ahrefs 493 Keywörter. Das ist mal ein guter Anfang.

Keywörter

Diese 500 Suchanfragen jage ich durch mein Programm. Innerhalb von wenigen Sekunden entstehen 500 WordPress Posts. Die wirken zwar alle wie von einem extrem miesen Programm generiert (sind sie ja auch).

Aber das hat auch Alex28 nicht von irgendetwas abgehalten. Man muss persistent sein, um seine Passive-Income-Ziele zu erreichen, hat mir mal ein Passive-Income-Guru erzählt.

Das Einspielen dieser 500 Posts dauert über 15 Minuten. Lustigerweise der längste Arbeitsschritt dieses ganzen Experiments.

Besonders stolz bin ich auf folgendes Schmankerl:

Ich glaube das “geeglo” soll “google” heißen, und Personen, die sich vertippen sollen auf die Page kommen. Das ist eigentlich schon ziemlich weit gegriffen, aber bei solchen Experimenten heißt es: ergebnisoffen bleiben.

Fazit

Die Seite hängt nun im Internet, der nächste Schritt ist also:

Warten.

Bis ich bei irgendwelchen absurden Suchanfragen aufscheine. Bin schon sehr gespannt, ob sich überhaupt jemand auf die Seite verirren wird.

Bis jetzt sieht’s noch dürftig aus:

  • Kosten: 6,5 €
  • Zeit: 4 Stunden
  • Verdienst: 0 €

Wird Martin den Break-Even Point erreichen? Schaltet auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt: Glücksritter-Tales.

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15 Kommentare

  1. Super Beitrag (wie immer) und so witzig zu lesen 😅
    Bin gespannt, ob noch eine Fortsetzung kommt, oder ob du Blog und Job als Millionär dann an den Nagel hängst 🤑😂😎

  2. Also ich Zahl dir fix mal 2 Kaffee (für Max. 6,50€) und wir plaudern drüber. Verfolge diesen Affiliate Markt schon länger mit 1-2 Ideen aber noch wenig konkreter Umsetzung, träume aber immer noch davon ein passives Einkommen für meinen Bierkonsum zu generieren. Kleine Ziele halt 😉

  3. Cooler Beitrag, bin sehr gespannt auf das Experiment.
    Mit der Suchanfrage nach „geeglo virus“ bin ich jetzt auf jeden Fall noch nicht schlauer geworden.

    Allerdings – kommt der spannende Teil dann in einem weiteren Blogpost? Also die Einbindung von Affliate Bannern?

    LG!

    1. Mich würd in der Tat interessieren, wie der auf seine Keyword-Ideen gekommen ist. Im Keyword-Planner nach „sortieren nach Volumen, aufsteigend“ gewählt?

      Und klar, es wird weitere Posts geben. Jetzt warte ich erst einmal, ob überhaupt irgendwie organischer Traffic auf das Ding kommt. Meine Hoffnungen liegen hier klar bei Yahoo und anderen Suchmaschinen, die noch nicht so durch Machine Learning aufgepumpt sind wie Google 😅

      LG!

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