2017-09-28 3 Minuten

Inbox Zero – das Nirvana des 3. Jahrtausends

Wie jetzt, du hast einen leeren Posteingang?

Jedes Mal wenn ich jemanden sehe, der eine dreistellige Zahl in der roten Bubble bei der Mail-App stehen hat, läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken.

Hat diese Person die Kontrolle über ihr Leben verloren?

Hat sie die mentale Kraft eines weisen buddhistischen Meisters die nötig ist, um diese Zahl zu ignorieren?

Oder waren es irgendwann so viele Mails, dass sie einfach aufgegeben hat?

Fragen über Fragen.

Die Always-On Gesellschaft

Hierüber sind schon so viele Artikel geschrieben worden, da brauche ich mich denke ich nicht einzureihen. Aber sie ist da, und sie ist real. Direkt einher geht die sogenannte “fear of missing out”, oder FOMO. Die ständige Angst, die uns begleitet, dass wir gerade irgendetwas in den Nachrichten, auf Facebook oder Instagram verpassen.


Diese kleine rote Bubble ist das Damoklesschwert, das über uns allen hängt. Ich selbst bin Opfer dieser Gesellschaft. Mein morgendlicher Workflow beginnt damit, zu checken, ob mein Unternehmen noch existiert (also ob eventuell eine Webseite offline gegangen ist, oder sonst etwas dringendes passiert ist). Dann kommt die derStandard-Whatsapp Nachricht dran.

Dann stehe ich auf.

Inbox Zero

Aber bei den E-Mails bin ich heikel. Hier habe ich mir ein System zurechtgelegt, das im Idealfall am Ende der Woche in einem leeren Posteingang endet.

Seht euch das an. So sieht innerer Seelenfrieden aus:

 

Und so funktioniert’s:

  • Ordner
    Für die Häufigsten E-Mails gibt es Ordner. Bei mir zum Beispiel Newsletter, Tools, Rechnungen oder meine Kunden.
  • Mark as read ist dein bester Freund
    Uninteressante Sachen, oder E-Mails, auf die ihr nicht reagieren müsst werden sofort als gelesen markiert.
  • Spam sofort löschen
    Für jeden, der seine E-Mail irgendwo öffentlich im Internet stehen hat, ist Spam eine traurige Realität. Sofort kübeln, den Dreck.
  • Flag
    Alles, worauf ihr reagieren solltet, wird mit einem Flag versehen. So werdet ihr (1) kaum in eurer Arbeit gestört, und (2) habt ihr dann eine eigene “Todo-Liste” an Mails.
  • Verschieben
    Nein, damit meine ich nicht prokrastinieren. Mails, die abgearbeitet sind, werden sofort in den entsprechenden Ordner verschoben. Weg damit.

Am Ende des Tages/der Woche bleiben nur die Mails im Posteingang, bei denen von euch noch Aktion nötig ist. Das hat den positiven Effekt, dass auch nichts mehr unbeantwortet bleibt.

Informationsflut

Inbox Zero ist das Prinzip, mit dem ich gegen die Informationsflut ankämpfe. Eine E-Mail aus meinem Posteingang entfernen zu können ist wie eine Todo-Liste abhaken oder ein Fenster im Adventskalender öffnen: einen Schritt näher zu einer stillen Nacht, ruhigen Nacht.

Was ist hier eure Taktik?

Weinen? Ignorieren? Notifications einfach ausschalten? Mich würde interessieren, wie ihr mit dieser ständigen Informationsflut umgeht.
Schreibt mir eure Taktiken, vielleicht mache ich einen crowdsourced Produktivitäts-Artikel daraus 🙂

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