2017-10-05 2 Minuten

Wie ich meine Projekte unter Stress manage

Management by Fire.

Als ich aus der HTL auf den Arbeitsmarkt kam, fühlte ich mich auf alles vorbereitet. Matura in der Tasche, drei Berufspraktika hinter mir – in denen ich sogar wirklich programmieren durfte. Zeit, die Welt niederzureissen.
Dann, nach den ersten paar Tagen an meinem neuen Arbeitsplatz, die Erkenntnis: nichts hätte mich auf all das vorbereiten können.

War in der Schule eine großes, komplexes SQL-Statement eine halbe Seite lang, waren im Job die einfachsten Aufgaben schon um ein Vielfaches extremer.

Dieses kurze “woah”-Gefühl kann ich mir heute noch sofort in Erinnerung rufen. Die Erkenntnis, dass in der “echten Welt” alles anders läuft als in den Containern der HTL Perg.

Und genau so ists im Projektmanagement

Wahrscheinlich hat es fast jeder von uns schon mal irgendwo im Marketing, BWL oder sonst wo im Studium gehört. Wie verschiedene Managementstile funktionieren. Die Schlagworte Management by Objectives und Management by Exception sind mir irgendwie noch im Kopf geblieben.

Wenn mans für die Prüfung lernt, macht es eh irgendwie Sinn. Die Realität? Ganz anders.

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Im echten Leben kommt halt immer irgendwie etwas dazwischen. Zeitpläne? Nach 1 Woche sinnlos. Anforderungsdokumente? Schon sehr bald irrelevant und nicht mehr aktuell. Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.

In diesem Sinne hab ich mir meinen eigenen Management-Ansatz gegründet. Der ist praktisch zwar nicht wirklich zu empfehlen (und auch nicht ernst gemeint) – aber immerhin viel realistischer als seine theoretischen Kollegen.

Management by Fire

Das klingt ja schonmal spannend. Zu Grunde liegt hier die Realisation, dass es einfach kaum schaffbar ist, Projekte nach Lehrbuch abzuwickeln. Zu viele Faktoren, zu viele Einflüsse, zu viele Änderungen.

Heisst: irgendwann wird irgendwo das Dach brennen. Und dann kommt Management by Fire ins Spiel. Und das funktioniert eigentlich ganz einfach:

3 Schritte

  1. Such die Baustelle, wo es grad am dringendsten ist (sprich: das größte Feuer brennt).
  2. Lösche/Manage dieses Feuer, bis es nicht mehr das größte Feuer im Raum ist.
  3. Gehe zu Schritt 1.

Mehr ist es nicht. Ich habe manchmal Wochen, wo wirklich alles zusammenkommt. Wo so viele unvorhergesehen und nicht planbare Sachen auf mein Unternehmen einprasseln (oder ich im Angestelltendasein so viel Arbeit aufgehalst bekam), so dass ich mit keinem Projektmanagement dieser Erde reagieren könnte.

Das ist der Moment, wo ich auf Management by Fire umsteige.

Irgendwann sollten schon alle Feuer gelöscht sein.

Das ist jetzt natürlich nicht optimal, so seine Projekte zu managen. Aber wie mit einem Feuer, so ists bei Projekten. Irgendwann sollten schon die Baustellen gefixt, alle Feuer gelöscht sein. Management by Fire sollte unter keinen Umständen ein Dauerzustand sein. Alleine schon wegen Burnout, Work-Life-Balance und so.

Vielleicht dann doch wieder nach dem Management nach Lehrbuch streben.

Von Hackern, Wordpress, SEO & Co

  • Wo kommt mein Spam her?
  • Wie leicht ist es, eine Wordpress Seite zu hacken?
  • Wie Umzugsfirmen ihre Gaunereien mit SEO umsetzen

...wöchentlich in deiner Inbox! 🚀