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2019-02-07 6 Minuten

SEO Analyse: das Jahr 2018

Vor ein paar Wochen war ich ganz happy, dass ich 2018 30.000 User auf meinen Blog bringen konnte. Aber da ein Blick ins Google Analytics immer nur eine rückwirkende Analyse sein kann, fehlt noch ein wichtiger Part. Und zwar: wie ist martinhaunschmid.com SEO-technisch aufgestellt? Das Google-Monopol und die in manchen Nischen sehr starke Konkurrenz beiseite: … Continued

Vor ein paar Wochen war ich ganz happy, dass ich 2018 30.000 User auf meinen Blog bringen konnte.

Aber da ein Blick ins Google Analytics immer nur eine rückwirkende Analyse sein kann, fehlt noch ein wichtiger Part. Und zwar:

wie ist martinhaunschmid.com SEO-technisch aufgestellt?

Das Google-Monopol und die in manchen Nischen sehr starke Konkurrenz beiseite: ich finde, dass die Suchmaschinenoptimierung nach wie vor eine richtig gute Möglichkeit ist, die eigene Marke bekannt zu machen.

Das bigger picture

Hier darf ich einen Screenshot aus meinem SEO-Tool ahrefs bemühen:

So sieht’s also aus, die nackte Wahrheit. Als wichtige high-level Metriken schaue ich hier meist direkt auf DR – das Domain Rating. Das ist eine von Ahrefs erfundene Metrik, die eine allgemeine Einschätzung erlaubt, wie stark meine Domain – also martinhaunschmid.com – gesehen wird.

Einfluss darauf haben größtenteils die Links auf meinen Blog. Linken also high-quality Seiten auf einen meiner Artikel, hat das positiven Einfluss auf dieses Ranking.

Im Vergleich zu anderen Webseiten in meinem Dunstkreis ist mir das ein bisserl zu wenig.

Aber von nichts kommt nichts. Sehen wir uns meine Backlinks an:

Wer linkt auf diesen Blog?

Hier habe ich nach dofollow (die Links, die fürs SEO wirklich etwas bringen) , sowie nach dem Domain Rating der verlinkenden Seite sortiert.

Mir fallen hier sofort zwei Dinge auf:

  1. Ich schaffe es hin und wieder, einen Backlink einer Seite mit weit höherem Domain Rating als meiner zu kriegen – das ist gut!
  2. Das sind zu einem sehr großen Teil Links, die durch Vorträge von mir entstanden sind – dass eine Webseite von selbst auf ein Stück Content von mir verlinkt, scheint noch nicht wirklich zu passieren.

Unter diesen 7 Backlinks in der Tabelle wird es schon ein wenig trauriger: der Großteil sind Links, die ich selbst kontrolliere, oder sehr wenig fürs SEO bringen.

Ein Link im Footer einer Seite, die ich selbst programmiert habe, bringt natürlich weniger, als ein Link in einem Artikel über ein passendes Thema.

Was sind die Keywörter?

Backlinks sind schön und gut, aber natürlich müssen die sich auch irgendwie in den heiligen Gral des SEO verwandeln:

Rankings.

Und zwar möglichst hohe.

Hierzu schaue ich mir in ahrefs den Keywords-Bericht an. Da das eine riesige Datenmenge ist, betrachte ich diese von mehreren Seiten.

Volume

Wer schon mal eine Keyword-Recherche machen durfte, wird es kennen: Ein Suchbegriff hat eine bestimmte Volume, also eine Zahl, wie oft das betreffende Keyword im Monat gesucht wird.

Da sind schon mal einige Chancen versteckt:

  • Was ist ein Server” und “gehackt” haben ein sehr hohes Volumen, und dort bin ich im Moment noch auf Seite 2 auf Google. Wenn das Momentum meines “Was tun, wenn man gehackt wurde”-Artikels anhält (+27 Positionen), oder ich noch ein paar Anpassungen mache, könnte sich hier Seite 1 ausgehen
  • Das Keyword “amazon account gehackt” bringt mich direkt auf eine Idee: Ich könnte den Hacking-Artikel auf mehrere kleine Posts aufteilen. Quasi: Was tun, wenn insert channel here gehackt wurde? Könnte gut funktionieren auf Google.

Natürlich muss man sich so etwas gut überlegen: das Keyword “Was ist ein Server” bringt mir für mein Unternehmen irgendwie… wenig.

Wie ist die Verteilung?

Sieht man sich einmal eine Google-Seite an, für die ich auf Platz 5 ranke, sieht man schnell: Platz 5 ist eigentlich schon der erste Verlierer:

Irgendwo nach den ersten 3 Suchergebnissen zieht Google immer wieder mal Ergebnisse aus der Bilder- oder Videosuche ein. Das nimmt natürlich sehr viel Platz weg – bis zu meinem Artikel muss man durchaus eine Weile scrollen.

Das schlägt sich natürlich in den Zahlen nieder:

1,8% Klickrate für dieses Keyword. Meh.

Aber zurück zum bigger picture. Die Verteilung der Keywörter ist wichtig:

  • Für wie viele Suchbegriffe bin ich unter den ersten drei?
  • Bei wie vielen auf der ersten Seite?
  • Wo bin ich nicht existent? (=Seite 2)
  • Und: gehen die Zahlen nach oben?

Ich muss ehrlich sagen, mit dieser Verteilung kann ich wenig anfangen, freue mich aber über 100 Keywörter, bei denen ich unter den ersten 3 bin.

Gegencheck: Google Search Console

Die Google Search Console kann mir etwas bieten, was ahrefs nicht schafft: Impressions.

Ich kann mir ansehen, wie oft ich in einem Google Ergebnis aufgeschienen bin.

Übers gesamte Jahr und den gesamten Blog sieht das so aus:

Das sagt insgesamt wenig aus – da sind natürlich extrem viele schlechte Platzierungen auch enthalten (was zur durchschnittlichen Position von 15,8 führt).

Auf die Top-Suchanfragen heruntergebrochen bietet sich ein aussagekräftigeres Bild:

Diese Ansicht deckt sich mit den Daten aus Google Analytics. Es sind hauptsächlich der Gehackt- und der Artikel 11-Artikel, die irgendetwas im SEO bewirken.

Gesundheit der Webseite

Eine Webseite ist ein lebendiges Wesen, um das man sich eigentlich laufend kümmern sollte. Es kann natürlich leicht mal passieren, dass Links nicht mehr funktionieren, ein verlinktes Youtube-Video nicht mehr existiert, oder ansonsten irgendetwas anzupassen ist.

Zum Glück hat ahrefs auch hier einen super Bericht:

96% gesund, na bitte.

Die einzigen gefundenen Fehler sind mir fürs SEO eher egal: auf manchen Seiten (die eh nicht ranken sollten) fehlt eine h1, und zwei Links haben nicht funktioniert (wurde ausgebessert).

Zumindest hier keine Probleme.

Schluss mit “schauen was picken bleibt”

Insgesamt bin ich zufrieden, wie dieser Blog auf Google funktioniert. Allerdings merke ich langsam, dass irgendetwas fehlt. Aus reiner SEO-Sicht könnte man extrem verkürzend behaupten, dass nur 2-3 Artikel auf meinem Blog wirklich etwas “bringen”.

Dieses Statement lässt natürlich komplett aus, wie viele angeregte Diskussionen ich durch meine Artikel schon anstoßen konnte – und wie oft ich auf zufällige Artikel angesprochen werde.

Was ich aber tatsächlich bisher noch nicht wirklich angepackt habe ist die Promotion meiner Artikel.

Das wird mein Fokus für 2019.

Auch werde ich mir ansehen, ob ich einzelne Artikel nicht auf Englisch veröffentliche. Ein englischer Artikel kann sofort auf hackernews, reddit und Co geposted werden. Vergleichbare Plattformen fehlen aus meiner Sicht im deutschsprachigen Raum komplett.

Die IT-Welt ist englisch. Vielleicht ist es Zeit für ein paar Experimente in diese Richtung?

Von Hackern, Wordpress, SEO & Co

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